Es wär schon nicht schlecht, wenn man vorher wüsste, was aus einem Anfang wird bzw., ob es überhaupt ein "Anfang" ist.
Nun ist es genau eine Woche her, dass ich in "ganz persönlicher Angelegenheit" in der Hessestraße in Potsdam war. Das Hauptziel war, wirklich mit dem Leiter des Petit-Verlages zusammenzutreffen, ob er denn bereit wäre, einen Band "worträume 2.0" bzw. überhaupt noch einen Lyrikband herauszubringen. In dieser Hinsicht bin ich nun weiter. Prinzipiell JA. Nun geht es in die Details - nach dem Motto, wie viel Seiten und wie viele / welche Illustrationen auf der einen Seite und wie kann der kleine Verlag sein wirtschaftliches Risiko minimieren auf der anderen.
Einen Vorschlag, welche Gedichte vielleicht berücksichtigt werden könnten, habe ich in Auswertung zugeschickt.
Prinzipiell war Norbert Fiebelkorn auch einem Buch zu Fragen des Kommunismus (Projekt "KOMoDo") gegenüber nicht abgeneigt, auch, dass es ein essayistisches Sachbuch mit belletristischen Elementen wäre. Damit bin ich auch hier am Zuge. Noch habe ich mir nicht getraut, einen ersten Arbeitsstand zuzuschicken. Die Zahl der offensichtlichen Mängel sollte ja nicht zu astronomisch sein.
Uns steht viel Hin und Her bevor. Erst noch dieser Entwurf. Dann eine Sachrunde mit Hilmar nach dem 7./14.11.. Eine Überarbeitung ...
Vielleicht erhalte ich bei der Weihnachtsfeier am 10.12. eine Antwort, ob der Verlag einen Rückzieher macht oder nicht ...
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Kori ado Ko
Manches kann ich nicht, muss es aber trotzdem. Zum Beispiel Vorschläge formulieren, wie der Klappentext eines künftigen Buches aussehen könnte. Diesmal habe ich nicht gezählt, wie oft ich die nächste Idee verwarf, den Text überschrieb. Augenblicklich stände da Folgendes (Ich bin gerade beim Überarbeiten des Manuskripts):
Kori ado Ko
Fünf Raumfahrer werden wider Willen zum Studienobjekt. Der Kontakt zwischen dem ersten von ihnen und den neugierigen Kalmarwesen endete als Fiasko. Also versuchen die "Ko" ihre Kontakte zu den restlichen vier Besatzungsmitgliedern der „Breeze“ vorsichtiger aufzubauen. Besäßen sie nicht dringend zur Abwendung einer Meteoritenkatastrophe nötige Energiekristalle, wäre wahrscheinlich alles gut gegangen. Den Commander interessiert allerdings nur der Ruhm als Kristallbesitzer. Ausgerechnet Ela Lasen soll sich für ihn das Vertrauen der ihr sympatischen Untiere erschleichen. Doch die Ethnologin nimmt ihre große Gelegenheit, eine fremde Kultur hautnah zu erleben und sich für eine ungewöhnliche Freundschaft zu öffnen, ernst. Da provoziert ein jugendlicher Ko-Geheimbund zusätzliche Unruhe durch das unerklärliche Verschwinden der begehrten Kristalle …
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Die sieben Kugeln - Leseprobe
…
Irgendwann musste er doch eingeschlafen sein. Diese schwebenden, ihn gnadenlos jagenden Kristalle … Grrr! Und dieser leere Raum. Er war gerannt und gerannt, hatte keine Luft mehr bekommen, … und hätte jetzt schweißgebadet aufwachen müssen. Auflösung des Traums: Er hatte sich die Decke im Schlaf über den Kopf gezogen. Ein wunderschöner Albtraum zum Weitererzählen.
Leider nahm die Unruhe eher noch zu, jetzt, da er, mit trockener Haut und ohne Decke über dem Kopf, aufgewacht war. Wirklich aufgewacht? Ganz sicher? Vielleicht war er nur in den nächsten Traum geraten?
Neben ihm zischte etwas. Das war eigentlich ausgeschlossen. Rahman hatte das Zimmer von innen verriegelt, und sein Zimmergefährte war übers Wochenende abgeholt worden. Es konnte also nichts und niemand im Raum sein und zischen.
Am liebsten hätte Rahman laut „Ist da wer?“ gerufen. Geantwortet, „Ja. Ich!“ und gelacht. Aber dafür war das Rauschen zu deutlich. Es hörte sich an, als ob Gas aus einem Rohr ausströmte. Oder… Nein, das Geräusch in seinem Zimmer wurde deutlicher, es kam näher. Rahman atmete ein, aus, ein … Er hielt den Atem an. Kein Zweifel: Etwas rauschte vom Tisch her auf ihn zu, und das war, so sehr er sich das gewünscht hätte, nicht sein Rausch.
Es wurde immer heller. Der ganze Raum war von blauem Dämmerlicht erfüllt.
Die Lampe strahlte natürlich nicht blau, und Rahman hatte sie sowieso erst anschalten wollen. Sein linker Zeigefinger hing noch auf dem Weg zum Lichtschalter in der Luft.
Der Lampenschirm! Ungläubig klebte Rahmans Blick auf dessen bisher so herrlich kitschigen Muster. Wie sich der Schirm veränderte. Sich bewegte. Als ob er aufschäumte... und dann, ebenso kurz, glitzerte er wie von Eiskristallen überzogen. Zum Schluss schmolz er. Auch der Schreibtisch darunter sackte wie in einer Computersimulation zu einem zähen Brei zusammen.
Rahmans Blick verfolgte fassungslos, was da über seine Einrichtung hinwegspritzte. Bläulich leuchtende, sich scheinbar aus eigener Kraft bewegende Tropfen. Ja, wirklich: Hüpfende Tropfen! Wie lebendig! Immer dort, wo sie auftauchten, lösten sich die gewohnten Dinge in Brei auf. Die Tropfen selbst veränderten ständig ihre Gestalt. Strahlten, glühten, teilten sich. Sprangen weiter, wo alles zähflüssig geworden war, wo nichts mehr stand oder lag …
Und Rahman lag in seinem Bett! Wenn sie so weiter machten, hätten sie es bald erreicht! Sich selbst umherspritzend, hüpfend…
Ein Traum! Ein Albtraum! Rahman, wach auf!
Dumm nur, er kam sich wahnsinnig munter dabei vor. Und das Kneifen mit der linken Hand verursachte echte Schmerzen. Mehr als man träumen konnte. Trotzdem: Wo gab es so etwas sonst? Rahman bekam keinen Laut über die Lippen. Rührte sich nicht.
Gerade noch rechtzeitig, bevor die ersten Tropfen das Bett erreichten, schnellte er dann doch hoch. Landete artistisch auf dem Fensterbrett, dem einzigen Rest seines Zimmers, den die Tropfen noch nicht erobert hatten. Den Weg zur Tür hatten sie versperrt, Tisch und Stühle in der Zimmermitte waren im Brei verschwunden. Vor Rahmans Augen verwandelte sich das Bett, in dem er eben noch gelegen hatte, erst in etwas Glitzerndes; dann löste es sich auf. Mit etwas tieferem Schlaf hätte er schon schlammige Ruhe gehabt. ...
Irgendwann musste er doch eingeschlafen sein. Diese schwebenden, ihn gnadenlos jagenden Kristalle … Grrr! Und dieser leere Raum. Er war gerannt und gerannt, hatte keine Luft mehr bekommen, … und hätte jetzt schweißgebadet aufwachen müssen. Auflösung des Traums: Er hatte sich die Decke im Schlaf über den Kopf gezogen. Ein wunderschöner Albtraum zum Weitererzählen.
Leider nahm die Unruhe eher noch zu, jetzt, da er, mit trockener Haut und ohne Decke über dem Kopf, aufgewacht war. Wirklich aufgewacht? Ganz sicher? Vielleicht war er nur in den nächsten Traum geraten?
Neben ihm zischte etwas. Das war eigentlich ausgeschlossen. Rahman hatte das Zimmer von innen verriegelt, und sein Zimmergefährte war übers Wochenende abgeholt worden. Es konnte also nichts und niemand im Raum sein und zischen.
Am liebsten hätte Rahman laut „Ist da wer?“ gerufen. Geantwortet, „Ja. Ich!“ und gelacht. Aber dafür war das Rauschen zu deutlich. Es hörte sich an, als ob Gas aus einem Rohr ausströmte. Oder… Nein, das Geräusch in seinem Zimmer wurde deutlicher, es kam näher. Rahman atmete ein, aus, ein … Er hielt den Atem an. Kein Zweifel: Etwas rauschte vom Tisch her auf ihn zu, und das war, so sehr er sich das gewünscht hätte, nicht sein Rausch.
Es wurde immer heller. Der ganze Raum war von blauem Dämmerlicht erfüllt.
Die Lampe strahlte natürlich nicht blau, und Rahman hatte sie sowieso erst anschalten wollen. Sein linker Zeigefinger hing noch auf dem Weg zum Lichtschalter in der Luft.
Der Lampenschirm! Ungläubig klebte Rahmans Blick auf dessen bisher so herrlich kitschigen Muster. Wie sich der Schirm veränderte. Sich bewegte. Als ob er aufschäumte... und dann, ebenso kurz, glitzerte er wie von Eiskristallen überzogen. Zum Schluss schmolz er. Auch der Schreibtisch darunter sackte wie in einer Computersimulation zu einem zähen Brei zusammen.
Rahmans Blick verfolgte fassungslos, was da über seine Einrichtung hinwegspritzte. Bläulich leuchtende, sich scheinbar aus eigener Kraft bewegende Tropfen. Ja, wirklich: Hüpfende Tropfen! Wie lebendig! Immer dort, wo sie auftauchten, lösten sich die gewohnten Dinge in Brei auf. Die Tropfen selbst veränderten ständig ihre Gestalt. Strahlten, glühten, teilten sich. Sprangen weiter, wo alles zähflüssig geworden war, wo nichts mehr stand oder lag …
Und Rahman lag in seinem Bett! Wenn sie so weiter machten, hätten sie es bald erreicht! Sich selbst umherspritzend, hüpfend…
Ein Traum! Ein Albtraum! Rahman, wach auf!
Dumm nur, er kam sich wahnsinnig munter dabei vor. Und das Kneifen mit der linken Hand verursachte echte Schmerzen. Mehr als man träumen konnte. Trotzdem: Wo gab es so etwas sonst? Rahman bekam keinen Laut über die Lippen. Rührte sich nicht.
Gerade noch rechtzeitig, bevor die ersten Tropfen das Bett erreichten, schnellte er dann doch hoch. Landete artistisch auf dem Fensterbrett, dem einzigen Rest seines Zimmers, den die Tropfen noch nicht erobert hatten. Den Weg zur Tür hatten sie versperrt, Tisch und Stühle in der Zimmermitte waren im Brei verschwunden. Vor Rahmans Augen verwandelte sich das Bett, in dem er eben noch gelegen hatte, erst in etwas Glitzerndes; dann löste es sich auf. Mit etwas tieferem Schlaf hätte er schon schlammige Ruhe gehabt. ...
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Romanprojekt "Dies sieben Kugeln"
Arbeitsstand:
wie Kori ado Ko
Marketing:
angenommen von romansuche.de unter http://www.romansuche.de/show.php?romanid=2249 als "Jugendbuch".
Inhalt / Expose:
wie Kori ado Ko
Marketing:
angenommen von romansuche.de unter http://www.romansuche.de/show.php?romanid=2249 als "Jugendbuch".
Inhalt / Expose:
Wären die Kugeln mit den ungewöhnlichen Eigenschaften nicht von einem Kind gefunden worden und hätte dieser Rahman ihnen nicht die Bedeutung eines heimlichen Schwurbundes gegeben, so wären die Katastrophen nicht eingetreten. Vielleicht hätten die Kugeln schon Jahrhunderte früher gefunden werden sollen. Da hätte man sie für Machwerke des Teufels oder Geschenke Gottes gehalten und sicher aufbewahrt – um sie heute oder zum Zeitpunkt de Handlung (was kein große Unterschied ist) auf ihr Geheimnis hin zu untersuchen. Man hätte ihren gemeinsamen Mechanismus entdeckt und ...
Aber tatsächlich haben sich die sieben erwachsenen Besitzer je einer Kugel längst aus den Augen verloren und nicht alle wollen sich überhaupt an diesen Schwurquatsch aus Kinderzeiten erinnern. So setzt Rahman ahnungslos die erste furchtbare Gewalt frei. Es ist nicht die letzte.
Mit diesen Kräftenwird ein beständiger Wettlauf eröffnet. Auf der einen Seite ein Grüppchen verschiedenster Spinner: die anfangs 16jährige Marie, die in den Ereignissen die Wirklichkeit zu den Weltuntergangsphantasien einer dubiosen Sekte entdeckt zu haben glaubt, mit ihrer Freundin, ihre Lehrerin, die zu den Kugelbesitzern gehört so wie Jens, der Kriminalkommissar mit seinen Zwillingstöchtern, die es sehr locker nehmen, dass die Zwillingstöchter de Lehrerin ihnen mehr als ein Ei dem anderen gleicht, eine Mitarbeiterin in einer Arbeitsvermittlung, die ihren Arbeitsplatz zur Hobbyagentenzentrale umfunktioniert und noch einige Ahnungslose, auf der anderen Seite eine pragmatisch denkende Wissenschaftlerin, der ein Zufall die Chance in die Hand gespielt hat, die mächtigste Frau der Welt zu werden. Diese Chance nutzt sie – auch um den Preis, dass die Vernunft, die ursprünglich in den Kugeln verborgen lag, nie zum Vorschein kommt.
Es dauert lange, bis sich die Logik der Zusammenhänge den Beteiligten erschließt. Für zwei der Kugelbesitzer ist es da schon zu spät. Ein sinnvolles Ganzes ergeben die Kugeln nur, wenn sie zusammen wirken...
Zur Leseprobe: HIER
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Romanprojekt "Kori ado Ko" - Leseprobe (Anfang)
Teil 1
Die Ankunft der Breeze
Ela Lasen
Es juckt, als läge Ela auf einem Ameisenhaufen. Am Rücken ist ihre Kleidung zerfetzt. Ela graust. Sie träumt also nicht, und wenn ihre Sinne so allmählich wiederkommen, dann muss etwas passiert sein. Ein Schlag auf den Kopf, ein Unfall, Sturz, eine OP… Etwas, woran sie sich nicht erinnern kann. Sie begreift noch nicht einmal, womit sie bekleidet ist. Auf jeden Fall schützt sie der hinten offene Anzug nicht vor dieser Schilfwiese. Ja, diese seltsamen Pflanzen ähneln Schilf. Aber was …
Gelandet… Der Wortfetzen drängt sich in ihr Gedächtnis. Sie war in einem Shuttle…
Sie versucht sich zuzureden: Komm, Ela, steh erstmal auf! Sie stöhnt. Die Stängel wachsen dicht an dicht, mehr als einen halben Meter hoch. Ela braucht nur einen anzutippen, schon schießt er Unmengen winziger Samenpfeile auf sie ab. Ihr Anzug ist bereits milchig grün. Am Rücken, an den Händen, am Hals und im Gesicht, überall dort, wo die Haut ungeschützt ist, juckt es unerträglich.
Ela liegt inmitten einer Lichtung. Zur Krönung steht die fremde Sonne gerade im Zenit. Ihre brennend heißen Strahlen unterscheiden sich von denen der irdischen durch einen schwachen Violett-Ton. Dadurch erscheint das gesamte Bild unwirklich.
Ela ruft sich zur Ordnung: Sieh nicht nach oben! Wieder blinkt ein Erinnerungsfetzen auf: Eigentlich müsste sie einen Schutzanzug anhaben. Der ist Pflicht! Keiner darf ohne nach draußen. Keime, Strahlung…
Warum auch immer: Sie steckt in keinem Schutzanzug.
Die Lichtung ist von Wald umgeben: Bäume, deren Kronen oben ein ineinander verschlungenes Gewirr bilden, dass nicht zu erkennen ist, wann der eine aufhört und der andere anfängt. Unten sind nur nackte Stämme zu sehen, ähnlich wie Ela sie von durch Menschen angepflanzten Kiefern kennt. Ela geht los. Nach der Hälfte des Weges ist die Hose zerfetzt, und ihre Beine brennen wie nach einem Überfall von Mörderbienen. Aber es hilft nichts. Sie überwindet auch den Rest der Strecke und sinkt erschöpft im Schatten nieder. Verunsichert überlegt sie noch immer, was mit ihr sein könnte, ob sie Fieberwahnvorstellungen hat, krank ist … Mehr als ihre heiße Stirn und die allgemeine Schwäche kann sie nicht feststellen. Sie bräuchte eines der Notfallsets, das jeder aus der Mannschaft während der Einsätze bei sich trägt.
Mannschaft …? Einsätze …? Notfallset …? Die Zeit, mit der diese Begriffe verknüpft sind, kann nicht lange zurückliegen. Was ist nur geschehen? Ela will sich unbedingt erinnern, aber irgendetwas blockiert den Versuch.
Inzwischen ist sie furchtbar müde. Aber die Angst. Ela will unbedingt wach bleiben. Zwar hat sie bisher noch kein einziges Tier gesehen. Aber welches Lebewesen verirrte sich bei dieser Mittagshitze auch auf die ungeschützte Lichtung? Vielleicht gibt es so etwas wie kollektiven Mittagsschlaf. Oder die Tiere kennen einfach das Teufelsgras. Oder alles zusammen. Vielleicht wartet aber schon ein Raubtier im Hinterhalt auf Zeichen der Schwäche bei seiner künftigen Beute. Auf Elas Schwäche also.
Ela fühlt sich ausgelaugt. Sollte sie diese Bäume nicht genauer ansehen? Leider gibt es unmittelbar über dem Boden doch dichtes Buschwerk. Hier könnten sich Schlangen und andere gefährliche Tiere verbergen. Ela versucht sich auszuruhen, doch Knacken und Rascheln, Zirpen und Schreie halten sie in einem Zustand zwischen Schlafen und Wachen, bis es völlig dunkel geworden ist.
… „Commander, hier … der Kurs ist nicht zu halten. Wir driften auf Omega3 zu.“
„Piet, Erklärung? Gravitation?“
„Nein, nichts, was uns anziehen könnte.“
„Eine nicht natürliche Quelle?“
„Keine Daten!“
„Du musst gegensteuern!“
„Was meinst du, was ich mache? Ich halt mit vollem Schub dagegen. Wir werden trotzdem immer schneller! Unsere Leistung reicht nicht …“
Piets Gesicht. Entsetzen. Jenny hat die Augen geschlossen. Gila kreischt. Ein schwarzes Loch? Der Tod. Aber das hätten sie doch vorher erkennen müssen! Die Messgeräte spinnen.
Jetzt sind es fünf Gesichter. Macs. Gilas. Jennys. Piets. Ihr eigenes. Ela sieht in ihr Gesicht. Blitze, Druck. Es geht alles so unbegreiflich schnell.
„Ein Notsignal. Unsere Position. Wenigstens als Warnung.“
„Ich hab keine Koordinaten!“
„Gila, dann nimm die letzten, die …“
Schwere. Eine wahnsinnige Schwere. Das müssen mehr als zehn G sein. Der Tod. Ela kann ihren Kopf nicht mehr bewegen. Alles wird schwarz. Für einen Moment nur blitzt der Gedanke auf: Umsonst …
… Ela schreckt auf. Tot? Ist sie …?
Nein, tot nicht. Diese Albtraumvision war real. Aber vorbei. Vielleicht ein paar Stunden alt. Zwischen diesen Bildern und dem Jetzt muss etwas Rettendes geschehen sein. Ela versucht sich zu erinnern. … Nichts, verdammt: Von dem Moment an, als diese ungeheure Kraft sie in ihren Kontrollsessel gepresst hat, findet Ela absolut nichts in ihrem Gedächtnis. Nun liegt sie sicher unter einem Baum, und weit und breit sind keine Trümmerspuren zu sehen. Das heißt, wenn sie wirklich abgestürzt sind, dann nicht hier. Und jemand muss sie aus dem Discover geholt haben. Dieser Jemand hat möglicherweise auch die anderen gerettet. Demnach ist sie nicht allein auf diesem Planeten ...
Die Ankunft der Breeze
Ela Lasen
Es juckt, als läge Ela auf einem Ameisenhaufen. Am Rücken ist ihre Kleidung zerfetzt. Ela graust. Sie träumt also nicht, und wenn ihre Sinne so allmählich wiederkommen, dann muss etwas passiert sein. Ein Schlag auf den Kopf, ein Unfall, Sturz, eine OP… Etwas, woran sie sich nicht erinnern kann. Sie begreift noch nicht einmal, womit sie bekleidet ist. Auf jeden Fall schützt sie der hinten offene Anzug nicht vor dieser Schilfwiese. Ja, diese seltsamen Pflanzen ähneln Schilf. Aber was …
Gelandet… Der Wortfetzen drängt sich in ihr Gedächtnis. Sie war in einem Shuttle…
Sie versucht sich zuzureden: Komm, Ela, steh erstmal auf! Sie stöhnt. Die Stängel wachsen dicht an dicht, mehr als einen halben Meter hoch. Ela braucht nur einen anzutippen, schon schießt er Unmengen winziger Samenpfeile auf sie ab. Ihr Anzug ist bereits milchig grün. Am Rücken, an den Händen, am Hals und im Gesicht, überall dort, wo die Haut ungeschützt ist, juckt es unerträglich.
Ela liegt inmitten einer Lichtung. Zur Krönung steht die fremde Sonne gerade im Zenit. Ihre brennend heißen Strahlen unterscheiden sich von denen der irdischen durch einen schwachen Violett-Ton. Dadurch erscheint das gesamte Bild unwirklich.
Ela ruft sich zur Ordnung: Sieh nicht nach oben! Wieder blinkt ein Erinnerungsfetzen auf: Eigentlich müsste sie einen Schutzanzug anhaben. Der ist Pflicht! Keiner darf ohne nach draußen. Keime, Strahlung…
Warum auch immer: Sie steckt in keinem Schutzanzug.
Die Lichtung ist von Wald umgeben: Bäume, deren Kronen oben ein ineinander verschlungenes Gewirr bilden, dass nicht zu erkennen ist, wann der eine aufhört und der andere anfängt. Unten sind nur nackte Stämme zu sehen, ähnlich wie Ela sie von durch Menschen angepflanzten Kiefern kennt. Ela geht los. Nach der Hälfte des Weges ist die Hose zerfetzt, und ihre Beine brennen wie nach einem Überfall von Mörderbienen. Aber es hilft nichts. Sie überwindet auch den Rest der Strecke und sinkt erschöpft im Schatten nieder. Verunsichert überlegt sie noch immer, was mit ihr sein könnte, ob sie Fieberwahnvorstellungen hat, krank ist … Mehr als ihre heiße Stirn und die allgemeine Schwäche kann sie nicht feststellen. Sie bräuchte eines der Notfallsets, das jeder aus der Mannschaft während der Einsätze bei sich trägt.
Mannschaft …? Einsätze …? Notfallset …? Die Zeit, mit der diese Begriffe verknüpft sind, kann nicht lange zurückliegen. Was ist nur geschehen? Ela will sich unbedingt erinnern, aber irgendetwas blockiert den Versuch.
Inzwischen ist sie furchtbar müde. Aber die Angst. Ela will unbedingt wach bleiben. Zwar hat sie bisher noch kein einziges Tier gesehen. Aber welches Lebewesen verirrte sich bei dieser Mittagshitze auch auf die ungeschützte Lichtung? Vielleicht gibt es so etwas wie kollektiven Mittagsschlaf. Oder die Tiere kennen einfach das Teufelsgras. Oder alles zusammen. Vielleicht wartet aber schon ein Raubtier im Hinterhalt auf Zeichen der Schwäche bei seiner künftigen Beute. Auf Elas Schwäche also.
Ela fühlt sich ausgelaugt. Sollte sie diese Bäume nicht genauer ansehen? Leider gibt es unmittelbar über dem Boden doch dichtes Buschwerk. Hier könnten sich Schlangen und andere gefährliche Tiere verbergen. Ela versucht sich auszuruhen, doch Knacken und Rascheln, Zirpen und Schreie halten sie in einem Zustand zwischen Schlafen und Wachen, bis es völlig dunkel geworden ist.
… „Commander, hier … der Kurs ist nicht zu halten. Wir driften auf Omega3 zu.“
„Piet, Erklärung? Gravitation?“
„Nein, nichts, was uns anziehen könnte.“
„Eine nicht natürliche Quelle?“
„Keine Daten!“
„Du musst gegensteuern!“
„Was meinst du, was ich mache? Ich halt mit vollem Schub dagegen. Wir werden trotzdem immer schneller! Unsere Leistung reicht nicht …“
Piets Gesicht. Entsetzen. Jenny hat die Augen geschlossen. Gila kreischt. Ein schwarzes Loch? Der Tod. Aber das hätten sie doch vorher erkennen müssen! Die Messgeräte spinnen.
Jetzt sind es fünf Gesichter. Macs. Gilas. Jennys. Piets. Ihr eigenes. Ela sieht in ihr Gesicht. Blitze, Druck. Es geht alles so unbegreiflich schnell.
„Ein Notsignal. Unsere Position. Wenigstens als Warnung.“
„Ich hab keine Koordinaten!“
„Gila, dann nimm die letzten, die …“
Schwere. Eine wahnsinnige Schwere. Das müssen mehr als zehn G sein. Der Tod. Ela kann ihren Kopf nicht mehr bewegen. Alles wird schwarz. Für einen Moment nur blitzt der Gedanke auf: Umsonst …
… Ela schreckt auf. Tot? Ist sie …?
Nein, tot nicht. Diese Albtraumvision war real. Aber vorbei. Vielleicht ein paar Stunden alt. Zwischen diesen Bildern und dem Jetzt muss etwas Rettendes geschehen sein. Ela versucht sich zu erinnern. … Nichts, verdammt: Von dem Moment an, als diese ungeheure Kraft sie in ihren Kontrollsessel gepresst hat, findet Ela absolut nichts in ihrem Gedächtnis. Nun liegt sie sicher unter einem Baum, und weit und breit sind keine Trümmerspuren zu sehen. Das heißt, wenn sie wirklich abgestürzt sind, dann nicht hier. Und jemand muss sie aus dem Discover geholt haben. Dieser Jemand hat möglicherweise auch die anderen gerettet. Demnach ist sie nicht allein auf diesem Planeten ...
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Romanprojekt "Kori ado Ko"
Bearbeitungsstand:
Es liegt eine "fertige" Arbeitsfassung vor, die im Falle eines Verlagsinteresses ihre Schlussform bekommen müsste.
Marketing: Im Internet eingestellt durch romansuche.de unter http://www.romansuche.de/show.php?romanid=2248.
Zum Inhalt / Expose:
Zur Leseprobe: HIER Anfang
Es liegt eine "fertige" Arbeitsfassung vor, die im Falle eines Verlagsinteresses ihre Schlussform bekommen müsste.
Marketing: Im Internet eingestellt durch romansuche.de unter http://www.romansuche.de/show.php?romanid=2248.
Zum Inhalt / Expose:
Auf einem fernen Planeten muss die fünfköpfige Besatzung eines Explorers der Erde notlanden. Hier wohnen sehr hoch entwickelten Echsen, die Ko, die nicht nur über telepatische Fähigkeiten verfügen, sondern auch über Kristalle zur Lösung aller Energieprobleme. In der Zeit der Handlung wird ihre Energie aber zur Verhinderung einer Kollision mit einem sich nähernden Riesenmeteoriten gebraucht. Daraus erwächst der Konflikt zwischen dem Commander des Raumschiffs, der solche Kristalle notfalls für die Menschen rauben möchte, und Ela, für die die Verständigung mit einer fremden Kultur im Vordergrund steht. Sie freundet sich mit der Ko Ascha an. Deren jugendlicher Geheimbund kämpft gegen die inzwischen entstandene geistige Faulheit und Fortschrittsfeindlichkeit. Die „Güllscho“ versuchen die Ko durch spektakuläre Aktionen aus ihrer Lethargie zu reißen – so kommen sie dem ersten Diebstahlsversuch zufällig zuvor – und müssen ihren eigenen Einfallsreichtum schließlich praktisch unter Beweis stellen, als die Kristall-Sprengrakete geraubt wird und Ela als einziger Mensch auf dem Planeten zurück bleibt. Während fast alle Ko mit einer riesigen Evakuierungsflotte den Planeten verlassen, nähert sich ihm ein menschliches Raumschiff auf der Suche nach den Verschollenen. Leider steuert die Ko-Flotte die Erde an, auf der sich der Raumschiff-Commander für seine Energietat feiern lässt und eine Invasionsflotte angekündigt hat ....
Die Erzählperspektiven wechseln. Einzelne Passagen werden jeweils aus der Sicht einer der Figuren erzählt.
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