Zu Grenzen zwischen "Science Fiction" und "Phantasy" ...

Vorweg: Ich kann mich nicht ganz entscheiden, ob ich mich als Autor von "utopischer Literatur" oder "Science Fiction" betrachten soll. Mit utopischer Literatur meine ich hier Gesellschaftsentwürfe, abenteuerliche Geschichten, die das Zusammenleben der Menschen in die Zukunft fortschreiben. Diese "Abgrenzung" ergibt sich aber nur durch die Überschwemmung mit Trivial-SciFi, die sich auf Weltraumkriegsbilder konzentriert.
Methodisch klarer ist der Unterschied zur "Phantasy"-Literatur. Er ist besonders wichtig, weil in vielen Buchregalen die beiden Bereiche vermischt werden.
Gemeinsam haben beide Literaturen, dass etwas als gegeben gesetzt / vorausgesetzt wird, was es in unserer realen Welt nicht gibt. Phantasy-Literatur setzt sich bewusst über unser Wissen hinweg, dass es etwas nicht gibt und auch nicht geben kann. Insofern wäre solch Literatur eine moderne Märchenvariante mit Zauberern, Elfen usw. Sie kann dabei aber auch mit einer SciFi-Welt vermengt werden. Eigentlich muss jedem vernünftig denkenden Menschen klar sein, dass in einer beliebten Serie erfundene "Laserschwerter" technischer Unsinn sind, der aus mehreren Gründen in dieser Form in keiner Zukunft zu erwarten ist.
Womit die weiteste "Definition" von "Science Fiction" vorbereitet wäre: In diese Literatur fällt alles, was mit zum Zeitpunkt ihres Erscheinens noch nicht umsetzbaren als umsetzbar arbeitet - einschließlich entsprechender Entdeckungen / Naturerscheinungen.
Das heißt also, jede "Spinnerei" fällt in diesen Bereich, sofern nicht hinreichend beweisbar ist, dass sie nicht möglich werden wird. Insofern muss ein SF-Autor auch den Forschungsstand der Naturwissenschaften verfolgen.

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