Großer Kommunismus-Auftritt und vorgezogene Freitagsgedichte

Heute ist Show-Premiere: der erste halböffentliche Vortrag zu Fragen moderner Kommunismus-Auffassungen im "Roten Laden" an der Weberwiese in Berlin, Weidenweg 17. 17.00 Uhr geht es auch los.
Öffentlich ist das Ganze, insoweit teilnehmen kann, wen das Thema interessiert, HALB öffentlich deshalb, weil der Kern der Besucher wohl die "Mütter gegen den Krieg Berlin-Brandenburg" sein werden, in deren monatliche Reihe sich das einordnet ... oder auch nicht: Normalerweise finden "geographische Reisen" statt mit Gästen, die Entwicklungen in bestimmte Regionen der Welt näher beleuchten; diesmal geht es um eine Welt, wie sie sein könnte, aber noch nirgends ist - außer in meinem Buch "Gemeinschaft der Glückssüchtigen" ....
Wie lange die Veranstaltung dauern wird, hängt natürlich auch von den Fragen und Anmerkungen der Besucher ab. Vorsorglich habe ich also zwei Gedichte parat, mit denen ich nachher zum "Friedrichshainer Autorenkreis" gehen würde, wenn sich das noch lohnt:

Sonett des neidischen Klassikers, der für einen Kollegen den Ghostwriter spielte


Dichte nur, dichte, es ist einerlei
zwei Reime am Tag hast du bei mir frei.
Du hast eine Seele? Welch köstlicher Witz.
Die ist doch schon längst in meinem Besitz.

Nenne mich Teufel, nenn mich Triumpf:
du sprichst zwar geschliffen, doch für mich bist du stumpf.
Du hast auf den Beifall, den man dir schenkt,
allein dein Begehren und Streben gelenkt.

Welch göttliche Ordnung erhält dir die Welt,
fällt vom Herrschertisch dir etwas Geld.
Du hebst es schnell auf, küsst den Boden zum Dank
im Innern ergeben ein Leben lang.

Damit, dich zu holen, habe ich keine Not.
Es scheint, dass du lebst, doch bist du längst tot.


Inselherbst


Wolken
fallen ins Meer,
Sturmböen
peitschen den Strandwanderer aus.
Er hört nicht
die Windflüchter flüstern:
Wir haben ihn gewarnt.
Sommersonne floh
auf Maledivensand.
Beim Grog
secht Fiete
Nu is Ruh.
So wenige Worte
reichen für
drei Wochen
Erholung.

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