Das Freitagsgedicht (33)


Rudi aus Rühstädt

nach Motiven von Robert Göbel


Wo Elb und Havel innig auen,
ist Land, wo Frösche glücklich schauen,
bis dann die Störche wiederkommen
zum Wadenbiss für all die Frommen.

So mancher Frosch hat nichts zu zappern,
sobald die Storchfamilien klappern.
Die machten Rühstadt weltbekannt
vom Prignitz- bis ins Kongoland.

Von dort ist Rudi heim gekommen
und hätt sich gern ne Frau genommen.
Doch steckten noch im Storchgefieder
Baluba-Pfeil und Kongo-Lieder.

Er hat den Schützen ausgelacht,
den Pfeil als Beute mitgebracht.
Er muss vor jeder Störchin protzen,
welch Widrigkeiten er konnt´ trotzen.

Die Konkurrenz, die ist sehr groß
um Platz für den Familienschoß.
So manches hohe Wagenrad
ward schon besetzt von andren grad.

Die Menschen hatten bald entdeckt
den Pfeil, der in dem Rudi steckt.
Sie machten ihn sofort zum Held
als Immigrant aus Kongowelt.

Mit deutscher Überlebenskraft
hat er solch langen Flug geschafft.
Doch keine Störchin zeigte Willen,
des Rudis Brüterlust zu stillen.



So schloss der Rühstadt-Dorfverein,
das darf nicht Rudis Ende sein.
Im Kongo beinah´ eingetopft
wird er bei uns nun ausgestopft.

So können wir der Welt vermelden,
in Rühstadt gibt´s nen deutschen Helden,
Wir singen laut ihm ein Te Deum
im heimatlichen Dorfmuseum.

Es freut mich, dass sich Robert freute, dass er mich derart inspiriert hat ...

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