Das Freitagsgedicht (41)


Ein deutsches Eichelschicksal

Stolz lag sie, die deutsche Eichel,
nach ihrem Fall
vom edlen deutschen Eichenmutterundvaterbaum
auf der Straße
in die Zukunft,
als deutsche Eiche von Unbesiegbarkeit zu künden,
auf dem Weg des deutschen Wesens
in die ungenesene Welt.
An ihr hing noch, merklich angebräunt,
welch sinnreiche Fügung der Natur,
ein Eichenlaubblatt.

Nicht ahnend, welch Kulturschande er damit beging,
fuhr ein russischer Fahrzeughalter
mit seinem koreanischen Ölmobil
die deutsche Zukunftseichel
in Krümel.
Zu welchem Volk erst
mochte der Arbeiter gehören,
der die Straße von dem reinigte,
was er für Dreck hielt?
Ein Deutscher?
Nein!

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